Miteinander auf und neben der Strecke

Der erste Inklusionslauf NRW mit gelungener Premiere in Soest

Soest. Der Inklusionslauf für NRW lud erstmals auf und um das Gelände der von-Vincke-Schule zu einem gemeinsamen Sporterlebnis von Gehandicapten und nicht Gehandicapten ein. Es stand dabei nicht das Ergebnis im Vordergrund, auch wenn viele Teilnehmer sich voll auspowerten und an ihre Grenzen gingen, um möglichst viele Runden für den guten Zweck abzuspulen. Ab der vierten Runde des etwas unter zwei Kilometer langen Kurses sammelten die Veranstalter einen Euro für die Stiftung Gutes Erlaufen. (Zum sportlichen Part gibt es mehr im Lokalsport)

Der Inklusionslauf, den mit den Einrichtungen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und die Förder- und Veranstaltergemeinschaft Silvesterlauf zwei Schwergewichte in Sachen veranstaltung und Engagement gemeinsam organisierten, feierte eine gelungene Premiere mit rund 500 Teilnehmern. „Inklusion ist nicht beschränkt auf existenzsichernde Bereiche wie Bildung und Arbeit. Dass auch Freizeit und Sport dazu gehören, bedarf mehr Bewusstsein in der Gesellschaft“, betonte die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW, Brigitte Piepenbreier. Die Lippstädterin ließ es sich nicht nehmen, den Inklusionslauf mit dem Ideengeber Sasha Petersen-Roth zu eröffnen. Petersen-Roth war selbst Schüler der Berufsvorbereitung beim LWL und hatte bei einem Praktikum in der Agentur von Hellweg Solution in Möhnesee-Stockum die Eingebung zu dem Inklusionslauf. Nachdem er Start und den Hauptteil des Vormittags moderiert hatte, ging der Auszubildende selbst auf die Strecke.

Außerhalb des Rundkurses präsentierten sich einige Stände des LWL, aber auch der Blinden- und Sehbehindertenverein Soest (BSV Soest). Hier gab es die Möglichkeit, mithilfe von Animationsbrillen zu erleben, wie sich eine Beeinträchtigung beispielsweise wie ein diabetisches Makulaödem auswirkt. „Wir haben auch zahlreiche Broschüren über Sehbehinderungen“, sagte die 2. Vorsitzende des BSV Eva Hoffmann. Beisitzer Tobias Krämer machte ebenfalls Standdienst sagte aber: „Privat laufe ich auch, war mit Begleitung auch schon beim Silvesterlauf dabei.“ Begleitung und Hilfsbereitschaft waren auch auf der Strecke angesagt. Es ging schließlich um das gemeinsame Erlebnis und nicht um Bestzeiten. Gert Albrand, der 1. Vorsitzende der Förder- und Veranstaltergemeinschaft, deren Mitgliedervereine DJK Werl, Marathon Soest und LC Soester Börde zahlreiche Helfer stellten, war von der Resonanz begeistert und sagte: „Wir streben 2020 eine zweite Auflage an.“ Da war er sich einig mit den Vertretern des LWL. „Es läuft im wahrsten Sinne des Wortes“, meinte beispielsweise Benjamin Redeker, Verwaltungsleiter des LWL-Bildungszentrums Soest, während die letzten Unentwegten noch ihre Runden machten.

Sasha Petersen-Roth hatte die Idee zum Lauf und moderierte, bevor er auf die Strecke ging. – Foto: Stallmeister

Begleitet auf Strecke oder nicht hatten die Teilnehmer ein Ziel: Dabei sein. – Foto Stallmeister

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